Pressemitteilung
des WWF
Wien, Öntesmajor/Ungarn, 4.4.2000
WWF lässt Biber im
Fertö-Hansag Nationalpark frei!
Der WWF Österreich siedelt gemeinsam mit dem WWF Ungarn und dem Fertö-Hansag
Nationalpark Biber im südöstlichen Teil des Hansag wieder an. Heute gegen Mittag wurden
8 Biber im ungarischen Teil des Nationalparks Neusiedler-Seewinkel freigelassen. "Es
ist unser langfristiges Ziel den Biber, der im gesamten Donauraum ausgestorben war, in
allen Donauanrainerländern wieder einzubürgern" so Dr. Günther Lutschinger,
Geschäftsführer des WWF Österreich.
Die 8 Biber stammen aus den bayrischen Donauauen, die derzeit 4.000 Stück beherbergen.
Sie wurden von der Wildbiologischen Gesellschaft München im Auftrag des bayrischen
Umweltministeriums gefangen und auf direktem Weg von WWF-Mitarbeitern nach Ungarn
gebracht. Die großen Nager werden in den Schwarzerlenbruchwäldern im südöstlichen Teil
des Fertö-Hansag Nationalparks freigelassen. Besser gesagt sie dürfen sich
"frei-fressen", denn sie werden in sogenannten künstlichen Biberburgen
ausgesetzt, durch die sie sich in die Freiheit nagen. "Diese heutige Freilassung ist
ein erster Schritt um die Biber wieder in diesem Teil Ungarns heimisch zu machen. Im
Herbst bzw. im nächsten Frühjahr sind weitere Freilassungen geplant" freut sich
Laszlo Karpati, Direktor des Fertö-Hansag Nationalparks. Im Lauf der nächsten Zeit
sollen rund 20 Biber freigelassen werden. Vorbild für dieses Projekt ist die sehr
erfolgreiche Biber-Wiederansiedelung im Donau-Drau Nationalpark im Süden Ungarns. Dort
wurden seit 1996 32 Biber angesiedelt. 1997 gab es zum ersten Mal Nachwuchs, 1999 wurden
schon mindestens 7 Biberfamilien mit rund 10-12 Familienmitgliedern gezählt.
Weitere Informationen: WWF Österreich, Monika Mörth, 01/488 17 - 280 |