Bibervorkommen in Deutschland Bibervorkommen in Deutschland

Der Biber war in Deutschland einst weit verbreitet. Einige 100.000 Tiere gab es damals. Der Nager besiedelte dabei die verschiedensten Lebensräume: Von den Mittelgebirgen bis hin zu den Brackwassern in Meeresnähe. Bereits im Mittelalter verschwand der Biber jedoch aus vielen europäischen Ländern. Eine starke Bejagung führte auch in Deutschland im 19. Jahrhundert beinahe zur Ausrottung des begehrten wie gefürchteten Nagers. Nur eine kleine Population von etwa 200 Bibern überlebte an der Mittelelbe. Grund für die Bejagung war vor allem das große Interesse an seinem Fell, Fleisch und Bibergeil - ein Drüsensekret mit Status eines Allheilmittels.

Seit den 1970er Jahren erobert sich der Biber langsam wieder geeignete Lebensräume an Flüssen und Gewässern zurück. Er ist damit ein gutes Beispiel für die Wiederkehr einstmals ausgestorbener Arten. Anfangs wurde die Ausbreitung des Bibers durch gezielte Wiederansiedlungen unterstützt. Beispiele hierfür sind Bayern, die Nordeifel oder das Emsland. Mittlerweile erfolgt sie meist natürlich durch die Wanderschaft der Jungbiber.

Foto: Gehard Schwarb

Während der Biber heute im Süden Deutschlands, insbesondere in Bayern, flächendeckend auftritt, sind die Bestände im Westen und Norden Deutschlands noch klein, so dass die Wiederbesiedlung ehemaliger Lebensräume nur langsam, aber stetig vorankommt. Auch im Osten Deutschlands haben sich bereits größere Populationen etabliert. Es leben schätzungsweise 25.000 Tiere in Deutschland.

Eine aktuelle Verbreitungskarte zum Biber in Deutschland finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie unter www.ffh-gebiete.de.